Raucher verursachen keine höheren Gesundheitskosten
Auf Druck von Anti Raucher Sekten will Bundesrat Pascal Couchepin einen Rabatt für Nichtraucher auf Krankenkassenprämien prüfen. Zum einen ist eine Aufkündigung der Solidarität von extremen Randgruppen gemäss einer Stellungnahme der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK) vom 10. Mai 2006 nicht vertretbar, und zum anderen sind Raucher gar nicht für die hohen Krankenkassenprämien verantwortlich, wie immer behauptet wird, ohne selbstverständlich einen Nachweis zu erbringen.
Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik sprechen eine deutliche Sprache: Die Gesundheitskosten pro Person steigen zwischen einem Alter von 75 und 80 Jahren stark an und erreichen bei 95 Jahren astronomische Werte. Raucher haben aber eine um rund 10 Jahre geringere Lebenserwartung als Nichtraucher, was bedeutet, dass im kostentreibenden Altersbereich ein erhöhter Anteil an Nichtrauchern vertreten ist. Bemerkenswert ist auch, dass Frauen mehr kosten als Männer, obwohl der Raucheranteil unter den Männern grösser ist als bei den Frauen.

Die Zahlen des BFS belegen auch, dass der Nichtraucheranteil mit zunehmendem Alter stetig zunimmt. Für jede Altersklasse gilt: Je höher der Nichtraucheranteil, desto höher die Kosten.

Ebenfalls belegen die Daten des BFS, dass die hohen Altersklassen kontinuierlich wachsen, was der Grund für die alljährlichen Prämienerhöhungen bei den Krankenkassen ist.

Gestützt auf die offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik ist es völlig absurd, über einen Nichtraucherrabatt für Krankenkassenprämien auch nur nachzudenken. Vor rund 15 Jahren, bei Einführung des KVG, waren die Prämien bei einem höheren Raucheranteil an der Gesamtbevölkerung, aber einem kleineren Anteil der von Nichtrauchern beherrschten hohen Altersklassen, inflationsbereinigt weniger als halb so hoch wie heute.
Zwischen 1970 und 2006 sind die Gesundheitskosten pro Kopf der Bevölkerung, der Anteil der Gesundheitskosten am Bruttoinlandprodukt und der Nichtraucheranteil im Gleichschritt gestiegen, während der Raucheranteil gefallen ist. Auch diese Trends deuten nicht darauf hin, dass Raucher das Gesundheitswesen mehr belasten als Nichtraucher.
