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Wirteverband will Passivraucherschutz torpedieren.
Der Schweizer Wirteverband GastroSuisse legt einen eigenen «Gesetzesentwurf» für ein «Bundesgesetz über den Schutz vor dem passiven Rauchen» vor. Er fordert einen Erlass, der sich über Ausnahmen weitgehend – für die Gastronomie sogar gänzlich – selbst aushebelt und somit wirkungslos würde. Vor allem Arbeitnehmer der Gastronomie, aber auch die Schweizer Bevölkerung blieben damit auch in Zukunft weitgehend ohne Schutz vor dem Passivrauchen.
Lesen Sie unsere Medienmitteilung: deutsch, français

Auch Solothurn rauchfrei!
Die Solothurner Stimmberechtigten haben einem Gesetz für rauchfreie öffentlich zugängliche Räume - dazu gehören auch Gastrobetriebe - mit klarer Mehrheit zugestimmt. Separate Rauchräume werden weiterhin erlaubt sind. (V)erbittert gegen die neue Bestimmung zum Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft Sturm gelaufen sind die Funktionäre des Wirteverbandes und einige rechtsbürgerliche Politiker. - Auf eidgenössischer Ebene ist die von pro aere angeregte und unterstützte parlamentarische Initiative von FDP-Nationalrat Felix Gutzwiller hängig. Sie wird den Passivraucherschutz gesamtschweizerisch einführen.

Von Links bis Rechts: Überwältigende Mehrheiten fordern rauchfreie Räume!
Was will die Bevölkerung vom Passivraucherschutz? pro aere hat bei Konso, Institut für Konsumenten- und Sozialanalysen AG, Basel, eine repräsentative Erhebung in der Deutschschweiz und der Suisse Romande in Auftrag gegeben. Die Mehrheiten sind überwältigend: 88,9 Prozent der Befragten wollen, dass endlich eine gesetzliche Vorschrift vor den Folgen des Passivrauchens schützt. 78,2 Prozent wollen eine Gesetzesänderung im Sinne der parlamentarische Initiative Gutzwiller oder gar weiter reichende Regelungen. Den Sonderwünschen der Wirteverbandes, der ein Sondergesetz durchzwängen will, schliessen sich, weit abgeschlagen, nur von 10,7 Prozent an. Eine Lösung im Sinne der parlamentarischen Initiative Gutzwiller wird von Wählern aller Parteien von rechts (77 Prozent Zustimmung) bis links (80,9 Prozent Zustimmung) massiv unterstützt! Mehr ...

Rauchfreie Privatspitäler
Was dem einen und anderen öffentlichen Spital noch grösste Mühe bereitet, wird in der privaten Zürcher Hirslanden-Klinik ohne langes Federlesen entschieden: Per sofort ist die Kliniken rauchfrei - «zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter, als wesentlicher Beitrag zum Nichtraucherschutz und um der Vorbildfunktion eines Krankenhauses nachzukommen.»

Weiterer grosser Erfolg für Passivraucherschutz
Die parlamentarische Initiative von Nationalrat Prof. Felix Gutzwiller für den Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft vor dem Passivrauchen – von pro aere angeregt – darf einen weiteren grossen Erfolg verzeichnen: Die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit hat nach kurzer Diskussion beschlossen, die vorgeschlagene Revision des Arbeitsgesetzes in die Vernehmlassung zu schicken. Ein Rückweisungsantrag ist äusserst deutlich verworfen worden. Der von der Subkommission Passivrauchen vorgeschlagene neue Artikel 6 Absatz 2ter (neu) ArG lautet wie folgt: «Arbeitsplätze sind rauchfrei. Der Arbeitgeber hat die Arbeitnehmer bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit vor dem Passivrauchen zu schützen. Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen.» Die neue Bestimmung würde zu rauchfreien Arbeitsplätzen und damit in den meisten Fällen auch zu rauchfreien für die Allgemeinheit bestimmten geschlossenen Räumen führen.

Wirteverband: Nicht lernfähig
Der Wirteverband GastroSuisse gibt sich jede Mühe, sich als nicht lernfähig zu zeigen: Er hat die Meldung, er habe den Sinneswandel in der Bevölkerung erkannt und unterstütze nun die parlamentarische Initiative von Nationalrat Felix Gutzwiller für lufthygienische Massnahmen und rauchfreie Räume, als «unklare Kommunikation» bezeichnet. Der Wirteverband stellt sich mit seinem Widerstand gegen rauchfreie Räume weiterhin gegen die Interessen seiner eigenen Mitglieder (25,4 % der Bevölkerung würden rauchfreie Bars und Restaurants häufiger frequentieren) und der Bevölkerung. Als ernst zu nehmende Gesprächspartner dürfte man die Führung von GastroSuisse damit wohl kaum mehr bezeichnen.

Tessin: Rauchfrei!
Das Tessin wegweisend und an der Spitze: Ab Mitte April 2007 sind die Tessiner Gaststätten rauchfrei. Separate Rauchräume – mit Tür, Filter und Belüftung – sind erlaubt. Entschieden hat die Tessiner Bevölkerung Mitte März mit fast 80 Prozent (!) Ja-Stimmen. GastroTicino empfiehlt seinen Mitgliedern, die neue Regelung schon heute anzuwenden. – Weil GastroSuisse daraus bis heute nichts lernt und seine Mitgliederwirte nach wie vor in die falsche Richtung berät, wird die parlamentarische Initiative von Nationalrat Felix Gutzwiller auf schweizerischer Ebene für gute Verhältnisse sorgen.

Bundesrat: «Rauchfrei!»
In seinem Bericht zum Schutz vor Passivrauch zum Schutz vor Passivrauch stellt der Bundesrat fest, dass das Problem prioritär ist, umgehend gelöst werden muss, dass die Lösung nichts kostet und wertvolle Impulse bringt – nicht zuletzt dem Gastgewerbe.

Wissensvorsprung
«Wenn in der Beiz nicht geraucht wird, hat man die Hand frei für ein zweites Glas...» Unbekannter Ire mit Wissensvorsprung auf den Wirteverband GastroSuisse

Feinstaub-Alarm in Innenräumen!
Gesundheitsgefahr in Schweizer Restaurants! Die Feinstaubbelastung ist in vielen Innenräumen um ein Vielfaches höher Mehr ...

Neuer Flop
Die «Kampagne» des St. Galler Wirteverbandes für mehr rauchfreie Restaurants, gross als wegweisend angekündigt, stockt. Mehr ...

Professor gekauft
Die Zigarettenfirma Japan Tobacco hat den Genfer Rechtsprofessor Andreas Auer für ein Gutachten bezahlt. Mehr ...

Augenwischerei
Der Schweizer Wirteverband GastroSuisse bekämpft mit verbissener Beharrlichkeit und wohl gegen besseres Wissen vernünftige Regeln Mehr ...

Italien rauchfrei: Erfolgreicher Beginn
Seit mehr als einem Jahr ist Italien ein weiteres Vorbild für die Schweiz und ihren Wirteverband GastroSuisse Mehr ...

Wer wir sind
pro aere ist die grösste schweizerische Institution für Passivraucherschutz und für Tabakprävention bei Jugendlichen

pro aere, gegründet 1977 als Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Nichtrauchen SAN, ist gemeinnützig sowie konfessionell und politisch unabhängig.

Mehr wissen!
Informationen über Tabakindustrie, Tabakpolitik, Passivrauchen, gesetzliche Vorschriften, wirtschaftliche Erwägungen und mehr für Betroffene, Medien, Politiker, Behörden, Schulen, Eltern, Unternehmen:
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Hilfe für Passivrauch-Geschädigte
Gönner der pro aere haben Anrecht auf eine kostenlose Erstberatung, zum Beispiel zu Fragen des Passivrauchens am Arbeitsplatz.

Achtung: Fehlinformationen!
Achtung: Politiker und Medien sind in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Fehlinformationen der Tabakindustrie gewesen (fingierte «wissenschaftliche» Studien, unvollständiges Zahlenmaterial, Falschaussagen zur rauchfreien Gastronomie usw.). Neuerdings setzt die Tabakindustrie auch «unverdächtige» Verbände für sich ein. Fragen Sie uns, wenn Sie Informationen zum Tabak erhalten!
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pro-aere-Infoblatt
pro aere publiziert regelmässig ein Infoblatt mit interessanten und hilfreichen Neuigkeiten rund um den Tabak.

Rauchstopp
pro aere als Spezialistin für Passivraucherschutz empfiehlt Ihnen für Rauchstopp-Programme das medizinisch geführte RauchstoppZentrum an der Witellikerstrasse 36 in 8008 Zürich.
Telefon 01 387 20 20 · Fax 01 387 22 55
E-Mail: info@rauchstoppzentrum.ch

LungenZentrum Hirslanden
Das LungenZentrum Hirslanden bietet Spitzenmedizin für Patienten (allgemein, halbprivat und privat versichert) mit Beschwerden an Lunge und Atemwegen.


 

Jürg Hurter


«Wer weiss, was er tut, wer die Folgen selbst trägt und niemanden belästigt, soll rauchen dürfen. Das gehört sich so in einer freien Gesellschaft. Ebenso gehört es sich, dass die Bevölkerung nicht zum Passivrauchen gezwungen wird. Denn Passivrauchen tötet Unschuldige, kostet viel Geld und tritt die persönliche Freiheit mit Füssen.»

Jürg Hurter
Präsident des Stiftungsrates
pro aere
Mitglied der Eidg. Kommission
für Tabakprävention